Buben Vornamen

I - O

 

I

Igor, Ingmar, Ingo, Ingomar (Ableitung von "Ing(wio)", einem germanischen Stammesgott; göttlich und berühmt))

Ingbert, Ingobert (göttlich und glänzend)

Ingobald, Ingo (göttlich und kühn)

Ingolf, Ingulf (der göttliche Wolf)

Ingraban, Ingram (der göttliche Rabe)

Ingvar, Ingwar, Ingwer (das göttliche Heer)

Ingwald, Ingold (göttlich und herrschend)

Ingward (der göttliche Hüter) 

Ingwin (der göttliche Freund)

Irmbert, Irmin, Irmo, Irmio (allumfassend und glänzend; den mächtig den Frieden Schützende)

Irmfried (allumfassend und friedlich)

Irminar (der wie ein Adler Mächtige)

Irvin (der Seefreund)

Isbert, Isenbert (der wie blitzendes/glänzendes Eisen Harte)

Isfried, Isenfried (der durch Eisen Frieden bringt)

Isger, Isenger (der durch den Speer Frieden bringt)

Ismar (der durch Eisen Berühmte)

Iwo, Ivo, Ive, Iwe, Yvo (der der Eibe Verbundene - die langsam wachsende Eibe wurde einst als heiliger Baum verehrt.)

K

Karl, Karlmann (der Freie)

Karlheinz (der mächtige freie Mann)

Kell, Keld (die Quelle)

Kjell, Kettil, Kjeld, ursprünglich Kettill (Opfer-Kessel oder -Helm)

Klodwig, Klodewig (Varianten von Chlodwig/Ludwig)

Klothar (andere Form von Chlothar/Lothar)

Knut, Knuth, Knud (der Verwegene)

Konrad, Conrad, Chunrat, Kuonrat, Konz, Kunz (der kühne Berater)

Kunibald (Sippe und Kühnheit)

Kunibert (der in der Sippe Berühmte)

Kunimund, Kühnemund (der Beschützer der Sippe)

Kunolf, Kuno (der Sippenwolf)

Kurt (selbstständige Kurzform von Konrad; der Glänzende aus der Sippe)

L

Lambert, Lampert, Lambrecht, Lamprecht (das glänzende Land)

Landewin, Landwin, Lantwin, Landuin, Landelin (der Freund seines Landes)

Landfried, Landefried (der dem Lande Frieden bringt)

Lando, Landogar (der Kämpfer für die Heimat)

Landolf, Landulf (Land und Wolf)

Landolt (der Herrscher/Verwalter des Landes)

Leif (der Erbe)

Leonhard, Leonard (löwenstark für das Volk)

Leopold, Leupolt, Leupold, Lippold, Lebold, Luitpold, Lienhard, Lienhart (der Kühne im Volke)

Leupman, Luipman (der gütige Mann)

Liebfried (Güte/Liebe und Frieden)

Liebhard, Liebhart (Liebe und Stärke)

Liebrecht, liebert (gütig/lieb und glänzend)

Liebwald ( der gütige Herrscher)

Liebward (der gütige Wächter resp. Hüter)

Liebwin, Lewin, Levin (Liebe und Freund; der gütige Freund)

Litthard, Luithard (stark für sein Volk)

Lothar, Lüdeke (urspr. Chlothar, Hlothar; der im Volk/Heer Berühmte)

Ludwig; Lutz (urspr. Chlodwig; der ruhmvolle Kämpfer)

Luitbald, Luitpold (der Kühne im Volke)

Luitbrand, Luitprand (Volk und Brand)

Luitfried (Volk und Frieden)

Luitger, Ludger, Lutger (der Speer des Volkes)

Luithard (der Starke im Volke)

Luither (Volk und Heer)

Luithold (urspr. Liutwald; Volk und Herrschaft)

Luitolf, Ludolf (Volk und Wolf)

Luitwin, Lutwin  (der Freund des Volkes)

Lutmar, Lutmer, Lütmer, Lüttmer, Luitmar (der im Volk Berühmte)

M

Malte (der Berater der Volksversammlung)

Malvin, Malwin, Melvin (Gerichtsplatz, Freund; der Rechtschaffenen; Freund des Rechtes)

Manfred; Manfried (der Mann des Friedens)

Mangold, Manegolt (der Herrscher der Massen)

Manhard, Manhart (der starke, harte Mann)

Marbod, Marhold (der Gebieter über die Rosse)

Markhart, Marchart, Markert (der starke Grenzgänger)

Markolf (Grenze und Wolf)

Markward, Markwart, Mack, Merkel (der Grenzwächter)

Mathhard, Meinard, Meinhard (der durch Stärke Mächtige)

Meinald, Meinold, Meinhold (der mit Kraft Herrschende)

Meinbod (der Bote der Macht)

Meinfried, Meino (der durch Macht Friedenschaffende)

Meinolf, Meinulf (der mächtige Wolf)

Meinrad (der mächtige Ratgeber)

Meinwald (der mächtige Herrscher)

Meinward (der kraftvolle Beschützer)

Modorok (der welcher mutig die Stimme erhebt)

Mombert, Mombrecht, Munibert (der glänzende Geistvolle)

Mutbrecht (der welcher von glänzender Gesinnung ist)

N

Nandolf (der mutige Wolf)

Nantwig (der kühne Kämpfer)

Nantwin (der kühne Freund)

Neidhard, Neidhart, Neithard, Nithard (der kühne Streiter)

Nonfried (mutig und friedvoll)

Norbert (die prächtige Nordmann)

Nordger (der Speerkämpfer des Nordens)

Nordwin, Norwin (der Freund des Nordens)

Norfried (der Friedvolle aus dem Norden)

Normann, Norman (der Mann aus dem Norden; Nordmann)

Norwig (der Kämpfende aus dem Norden)

Notger (Gefahr und Speer)

Nothard (der in der Gefahr Kühne)

Notker (der Schwertschwinger)

O

Odin (auch Wodan, Wotan, Wuotan der Rasende; Hauptgott der Germanen)

Olaf, Olav (der Ahnensproß)

Olberich (Neuform von Alberich)

Oldwig (Neuform von Adalwig; der edle Kämpfer)

Oltman (der edle Mann)

Ortfried (die Waffenspitze des Friedens)

Ortger (Waffenspitze und Speer)

Ortlieb (Waffenspitze und Erbe)

Ortnit (Waffenspitze und Neid)

Ortolf, Ortulf (Waffenspitze und Wolf)

Ortwald, Ortolt (Waffenspitze und Herrschaft)

Ortwein, Ortwin (Waffenspitze und Freund)

Osbert (der glänzende Göttliche)

Oskar, Oscar, Ansgar, Osgar (der unter der Asengötter Schutzstehende; der göttliche Speer)

Osmar (der berühmte Göttliche)

Osmund (der göttliche Beschützer)

Oswald (der von den Asengöttern beseelte Herrscher des Landes; der göttliche Herrscher; kurz auch Waldo)

Oswin (der Freund der Asen; der göttliche Freund)

Otbert (der glänzende Besitzer; der Strahlende)

Otfrid, Ottfried, Otfried (Besitz und Friede; der Beschützer seines Erbgutes)

Otger, Otker (Besitz und Speer)

Otmund (Besitz und Schutz)

Ottheinrich, Ottheinz (der mächtige Besitzer des Ahnenhofes)

Otthermann (Zusammensetzung aus Otto und Hermann)

Otto, Otmar, Ottmar, Ottomar, Odomar, Odemar, Okko, Onno  (der durch sein Erbgut Berühmte)

Ottokar (der Wächter seines Erbgutes)

Otwald (der Verwalter seines Erbgutes)

Otward (der Hüter seines Erbgutes)

Otwin, Odwin (der Freund seines Erbgutes; der Freund seiner Rasse)

 

An Deutschland


Von einsam rötlichen Heidestrecken,
Wo schweigend Hirt mit der Herde zieht,
Zur schwarzen Stadt, wo sich Schlote recken
Und Hämmer dröhnen ihr eisern Lied . . .
Von Meereshäfen, mastenreichen,
Drin Pfeifen heulen und Kräne knarr'n,
Zu schattenspiegelnden Bergesteichen
Und märchenwebendem Hochwaldfarn –

Wo Menschenhände sich wirkend rühren
Und wo die Seele der Heimat sinnt,
O all deine Adern und Fasern spüren
Den Strom des Schicksals, der dich durchrinnt,
Deutschland, Mutter der Schaffensfrohen,
Wiege der geisteskämpfenden Kraft,
Das unter dem Herzen trägt Heroen
Heiliger Kunst und Wissenschaft!

Erst zuckt' es durch all deine Fasern und Adern,
Als schlüge der Blitz in dein innerstes Sein;
Dann ruckt' es zusammen zu menschlichen Quadern,
Dein Fuß wurde Fels, dein Haupt wurde Stein.
Es zerrten und rissen die Fluten der Lüge,
Der Sturm der Zerstörung an deinem Gebein –
Du hieltest gewaltig in deinem Gefüge
Und botst der Verleumdung ein ehernes Nein!

Festgeschlossen, in Erz gegossen,
Deutschland, menschheitgläubiges, steh!
Eins im Wehrbann der Werkgenossen,
Eins im Wahrheitsbund der Idee.
Deines verbündenden Geistes Mauer
Sei der Gerechtigkeit schützendes Tor,
Unter dir der Vernichtung Schauer,
Wachse zur Wartburg der Freiheit empor.

Karl Henckell

Odins Gruß


Den Feldweg geh ich, in Gedanken an vergangne Zeiten,
träumend von Igor, meinem nachtschwarzen Pferd,
das ich über der Schwelle im Jenseits nur kann reiten.

 

Dort werd ich mit ihm weiter ziehn durch Raum und Zeit,
durch Nebelwelten und Regenbogensphären,
bis auch jene Illusion wir abzulegen sind bereit.

Dann sind wir beide frei geworden von dem Traum,
der Freude, Leid und Leben schafft und Leben nimmt,
sind jenseits dann von Zeit und Raum.

Nun bin ich ohne Pferd und geh zu Fuß,
gehüllt in meinen braunen Reitermantel.
Ich denk an Odin, send' ihm einen Gruß!

Da seh’ ich eine Rabenfeder auf dem Wegesrand.
Ich bück mich, freu mich über Odins Zeichen,
stecke auf den Hut die Feder, winke mit der Hand.

Ich fühle mich in tiefer Liebe Dir verbunden,
du bist mir immer nah und zeigst es mir
durch eine schwarze Feder, die ich gefunden.

© Alfred Ballabene

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