Buben Vornamen

P - Z

 

R

Ragin (der hervorragende Ratgeber)

Raimund (der bewährte Beschützer)

Rainer (der Ratsherr)

Rambald, Rambold, Rambod, Rambert; Kurzform: Rambo (der kühne Rabe bzw. Bote)

Rambod, Ramgar (der alles überschauende Kampfbereite)

Rango (der Krieger)

Ratmar (der berühmte Ratgeber)

Reinhard, Ragnar, Reinhart, Reinhardt, Rainhard  (der Kühne resp. Beherzte im Sinne der Götter)

Reinhold (der Herrscher im Sinne der Götter)

Reinwalt, Reinwald (der ehrliche Verwalter)

Richard (reich, mächtig und stark)

Richwin (der mächtige Freund)

Robert (glänzender Ruhm)

Roland (der Ruhm des Landes)

Ronald (Herrscher im Sinne der Götter)

Rüdiger (ruhmvoller Speer)

Rudolf, Rolf, Ralf, Ralph (der Ruhm des Wolfes)

Rutger, Rutgar (ruhmreicher Speerkämpfer)

S

Sarolf (der gerüstete Wolf)

Sebald, Siegbald (der kühne Sieger)

Siegbert, Sigbert

Siegmund, Sigmund (Sieg und Schutz)

Siegried, Siggi (der Siegfriede)

Sigmar (der berühmte Sieger)

Sindolf (der auf der Reise Glänzende)

Sonnwinn (der Freund der Sonne)

Sturmhart, Sturmhard, Sturmhardt (der Stürmische, Starke, Kräftige; stark im Kampf resp. im Schlachtgetümmel)

Sven (der junge Krieger)

Swidger (der mit dem Speer Schnelle)

T

Tankred (der denkende Ratgeber)

Tassilo (unbekannt)

Thade (im Volk mächtig oder Herrscher des Volkes)

Theoderich, Theoderid, Theodorich, Theuderich (Herrscher oder Fürst des Volkes; siehe auch Dietrich)

Thilo (der mächtige im Wolf)

Thor (der Gott der Bauern)

Thoralf, Toralf (Thor/Donar und Naturgeist)

Thorbrand, Torbrandt (Thors Schwert)

Thore (göttlich und kühn)

Thorfinn

Thorhall

Thorleif (Sohn des Thor)

Thorsten, Torsten (dem Gott Donar/Thor geweiht; Stein oder Hammer Thors)

Thorwald

Throals (der Geist des Thor)

Tjalf (aus dem Friesischen für „Sohn des Volkes")

Trautwin (der kraftvolle Freund)

U

Ubald, Hugbald, Hugibald (geistvoll und kühn)

Ucromer

Udalbert

Udalric

Uddo

Udo, Ude, Odo (Erbgut und Heimat)

Udolf (Erbgut und Wolf)

Uffing

Uland, Uhland (Erbgut und Land)

Ulbert; Kurzformen: Ulbe, Ulbet (der berühtme Besitzende)

Ulf, Ulv, Ulw (Zäh wie ein Wolf)

Ulfart, Ulferd, Ulfert, Ulffart (stark wie ein Wolf)

Ulfkel

Ulfried, Ulfrid (der Friedvolle der Heimat)

Ulrich, Ullrich, Ulrik, Udalrich, Uodalrich, Udalrichinger; Kurzform: Ulli, Uli, Utz (Erbgut und mächtiger Herrscher)

Ullmann, Uodalman (der Mann seiner Heimat)

Ulphstan

Uno (der sich heimisch Fühlende)

Usmar (bei den Göttern Berühmter)

Uthelm, Othelm (der Beschützer des Guts)

Uwe, Uwo, Uve, Uvo (der Besitzende)

V

Veit, Veith (von vidu beziehungsweise vitu = „Holz“, „Wald“; der Waldgänger)

Verner (nordgermanische Form von Werner)

Vidar, Widar (Ase, Sohn Wodans/Odins; der baumstarke Krieger)

Vigoleis, Wigoleis, Wigalois, Wigeles, Wiguleus, Wigeleis (der Waldkämpfer)

Vilmar (der vielfach Berühmte)

Volkbert, Volbert, Volkbrecht, Volbrecht, Volprecht (der im Volk Glänzende)

Volkbrand (flammendes Schwert)

Volkhard, Volkard, Volkart, Volhard, Volkhart, Volkert (der Starke seines Volkes)

Volker, Volkher (der Volksheld)

Volkmann (Mann des Volkes)

Volkmar, Volmar (der im Volk Berühmte)

Volkrad, Vollrad, Volrad, Volrat (der Ratgeber des Volkes

Volkwald, Volkhold (der Herrscher des Volkes)

Volkram (Volk und Rabe; der Weise des Volkes)

Volkward, Volkwart (der Schützer oder Hüter des Volkes)

Volkwin (der Freund des Volkes)

W

Waldemar, Waldermar, Waldomar (berühmter, ruhmreicher Herrscher; kurz: Waldo, Waldi, Walden, Wilmar, Wilmer)

Waldebert, Walbert (glänzender Gebieter)

Waldino (offener, mutiger Geist)

Walfried, Wallfried, Walfred, Wallfred (friedvoller Herrscher)

Walter, Walther, Waldhar (der Herrscher im Heer)

Wedigo, Wetigo, Witigo, Withego, Witiko,  Wittiko, Widuco, Witege (tapferer Held des Waldes oder Waldbeller, Kenning für Wolf; siehe auch Wittich; Wedigo: aus dem historischen Roman von Willibald Alexis „Der Roland von Berlin“; Witiko : Romangestalt von Adalbert Stifter 1865/67)

Werenfrid, Werenfried, Wernfred, Wernfrid, Wernfried

Wernhard, Wernhart

Werner, Wernher (der Warner oder Späher des Heeres; vom germanischen Göttergeschlecht der Wanen)

Wiborg (der schützende Krieger)

Widar, Vidar (Ase, Sohn Wodans/Odins; der baumstarke Krieger)

Wido, Widu (ursprüngliche Form von Veit)

Widukind, Wedekind, Wittekin (kurz: Wido, Wide; der Sohn / das Kind des Waldes; Waldkind; Waldsohn)

Wies (verselbständigte Kurzform; ruhmreicher Kämpfer)

Wigberg (der prächtige Kämpfer)

Wiegolf

Wielhelm

Wigbert, Wiegbert

Wigbrand, Wiegand, Wigbrecht

Wighard, Wighart

Wigoleis, Wigalois, Wigeles, Wiguleus, Wigeleis, Vigoleis  (witu = „Holz; Wald“ oder wig = „Kampf, Streit“, der Waldkämpfer)

Wilbrand (flammendes Schwert)

Wilfrid, Wilfried, Wilfriedt, Wilfriet, Wilfrith

Wilferd, Wilfred, Wielfried, Wulfried

Wilhelm (Wille und Schutz; der willensstarke Beschützer)

Willibald (der kühne Wille)

Winimar (der berühmte Freund)

Witold, Withold (der Herrscher oder Hüter des Waldes)

Wittich, Wittig (kurz: Wito; ursprünglich: Widuco, Witigo, Witege,  altwestnordisch Widga; siehe Wetigo; Held der Dietrichsage, Freund und Jugendgenosse Dietrichs von Bern, tötete in der Rabenschlacht die Söhne Etzels)

Wodan, Wotan, Wuotan, Odin (der Rasende; der Inspirierte; Hauptgott der Germanen)

Wolfbert, Wulfbert (der glänzende Wolf)

Wolfdieter, Wolfdietrich, Wulfdietrich

Wolfgang (Weg des Wolfes)

Wolfger, Wolfgar, Wulfgar, Wolfgerd, Wolfgünter (Wolf und Speer)

Wolfhagen, Wolfhard, Wolfhardt, Wolfhart

Wolfhard, Wolffhardt, Wulfhard (der starke Wolf)

Wolfheinrich

Wolfhelm, Wolfhold

Wolfmar (der berühmte Wolf)

Wolfrad (Wolf und Rat)

Wolfram,  Wolffram, Wulfram (Wolf und Rabe)

Wolfrad, Wolfrat

Wolfried (Wolf und Friede)

Wulfhard, Wulfhardt, Wulfhart

Wunibald, Wunnibald, Wunold (Wonne und Kühnheit)

Wunibert, Winibert (Wonne und Glanz)

 

Widar

Wider dem bedeutungsleeren Gerede
Wider dem oberflächlichem Lärmen
Wider dem effekthaischenden Getöse
Wider dem eitlen Gehabe

Widar, Du Gegenpol in unserer Zeit

© Kolag Hraban


Der Berserker der See


Ein Donnern von den Klippen her,
aufgewühlt ist heut das Meer.
Weit draußen kämpft ein Schiff mit hohen Wellen,
während Blitze aus den Wolken schnellen.
Das Wasser, das schlägt über Board
und trägt Männer der Besatzung fort.
Was hat die Asen so erbost,
dass der Ozean schäumt und tobt?

Und am Ruder steht ein Mann,
den man kaum beschreiben kann.
Groß und wild, berserkergleich,
viele Narben zählt sein Fleisch.
Er trotzt den Göttern nach wie vor,
für ihren Groll hat er kein Ohr.
Er stellt sich stets ihrer Wut,
erfüllt mit Grimm und Kampfesmut.

Fest hält er das Ruder in der Hand,
sein Ziel, das ist Haithabus Strand.
Da erfassen wilde Wogen den Knorr
und ein Blitz stößt aus dem Himmel hervor.
Getroffen bricht der Mast in zwei,
zerbarst durch des Thors Raserei.
Und während die Besatzung durcheinander rennt,
sich der Berserker nicht vom Ruder trennt.

Da eilen die Töchter der Ran heran
und überspülen Schiff und Mann.
Der Berserker hält das Ruder noch,
klafft auch im Schiff ein großes Loch.
Eine Sturmflut steigt empor
und treibt gen Klippen wohl den Knorr.
Da, ein Blitz, leuchtend grell!
Und am Fels das Schiff zerschellt.

Die Sonne kommt von Osten her,
rot wie Blut leuchtet das Meer.
Und dort, am weißen Ostseestrand,
liegt der Berserker im Sand.
Und da, dank seinem scharfen Sinne,
hält er noch ein Stück Ruderpinne.
Und traf ihn auch des Blitzes Schuss,
er hielt das Ruder bis zum Schluss.

© Freydis Nehelenia Rainersdottir

Wodans Ritt

Düster wogen Wolkenschiffe am Himmelsfirmament
Knorrige Äste ächzen traurig, der Eule Schrei Unheil kündigt - schaurig
Ein achtbeiniges Windsroß zaust wütend der Bäume störrisch Haar,
es donnert das Lachen des blauen Rittmeisters - begleitet von seiner Rabenschar.

Rasend schwingt der Wilde Reiter sein Nebel scheidend Schwert.
Er führt das Horn an die Lippen, schleudernd den Gesang der Alten Sippen -
zitternd sich die Acker heben, Haine beben, Menschen-Tiere-Leben halten ein,
Stille tosend sich ergießt bis in das letzte Herz hinein.

Der Schwarze Spiegel im gleißenden Mondlicht ruht
durchdrungen von des Herren Gesang - gleitet des Gewässers Vorhang zur Seite - bang.
Aus der Tiefe strudelnd, sprudelnd die Oberfläche zerberstend, bereit -
drei Schatten eines einzigen Wesens antreten ihr Geleit.

Huschend tanzen die schillernden Schemen dreimal dreier Welten -
die Schicksalskriegerinnen nehmen an mit fürchterlicher Gewalt dreier Maiden Gestalt -
hernach in tausend Funken lichterloher Melodie jäh zerstiebend in allumfassenden Raum,
gebärend sich alles überragend als des Lebens Baum.

Der Blaue Reiter neigt das stolze Haupt, sein Schicksal anzunehmen.
Es recken sich des Galgenbaum Tentakelarme, ihn zärtlich unnachgiebig zu umgarnen,
zu umwickeln, verwebend, umwinden, an den Ewigen Richterstuhl zu binden,
dem Gott zu rauben sein unsterbliches Leben, es aus Goldenem Faden neu zu weben.

Drei große allmächtig-umfassende Säulen bilden der Weltenwiegen Leib,
Es webt das Schicksal - im Auftrage des Herren-Sohn - das dreigestaltige Weib,
ohne Zögern stößt der Schicksalsger, webt den Faden der Neun Welten,
Neun Nächte vergeben, vergelten - den Reiter heim tragen der Hufe vier Paar...

es donnert das Lachen des blauen Rittmeisters - begleitet vom Gesang seiner Rabenschar.

© Falkin 2008

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