Mädel Vornamen

A - H

 

A

Adalberta, Adelberte, Adelberta, Abelina, Abelina (edel/vornehm und glänzend/strahlend)

Adalgard, Adelgard (die edle Beschützerin)

Adelberga, Adelburg, Adelburga, Alburg, Alburge (edel und schützend)

Adelfrieda, Adelfriede, Adelgard (edel und friedensschaffend)

Adelgund, Adelgunde, Adelgundis (edel und kämpfend; die vornehme Kämpferin)

Adelheid, Adelheit, Adela, Adele, Adeline, Alheid, Alheide, Aleit, Alheit (edles Wesen; von edler Gestalt oder Art)

Adelhild, Adelhilde (die edle Schwertkämpferin)

Adelinde, Adelinda (das edle Schild; edel, sanft und wehrhaft)

Adelmut, Almut, Almuth, Almonda, Almod, Almudis (die Edelmütige; von vornehmer Gesinnung)

Adelrun, Alraun, Alrun, Alrune, Alfrun, Alfruna, Albrada, Alfrada, Alveradis (die das Geheimnis / den Zauber der Elfen kennt)

Adeltraud, Adeltraut, Altraud, Altrud (edel und stark)

Adolfa, Adolfina, Adolfine, Adolphina, Adolphine (die edle Wölfin)

Albrun, Albrune (die den Zauber der Naturgeister kennt)

Aldegund, Aldegunde, Algonde, Algunde, Adelgund (die edle Kämpferin)

Alfhild, Alfhilde, Adalfuns (Elfen und Kampf)

Alfonsa, Alphonsa (edel und bereit)

Alfrada, Alfreda (Naturgeist und Ratgeber)

Alsuna (die Edelsonne)

Alwara (allumfassend und behütend)

Alwina, Alwine (die edle Freundin)

Amalberga, Amalburg, Amalburga (die tapfere Beschützerin)

Amalberta (tapfer und glänzend)

Amalfrieda, Amalfriede (tapfer und friedvoll)

Amalia (hat Bezug zum germanischen Königsgeschlecht der Ostgoten)

Amalinde, Amalindis, Amalia, Amalie, Amelie, Amalina (tapfer und sanft; Lindenholzschild)

Anselma, Anselmina (die göttliche Beschützerin)

Arndis (Adler und Schutzgöttin)

Arngard (Adler und Gehege; die erhabene Hüterin)

Arnhild, Arnhilde (Adler und Kampf; die erhabene Kämpferin)

Arnolde, Arnalde, Arnoldine, Arna (Adler und Herrschaft)

Arntraud (Adler und Kraft)

Astrid (die Asen – Reiterin; die göttliche Schönheit)

Aswine, Aswina (die Freundin der Bäume / des Waldes)

Ava (störmendes Wasser)

Avelina (die Kraftvolle)

B

Baldegund, Baldegund (die im Kampf Mutige)

Balthilde (die kühne Kriegerin)

Baltrun (die kühne Geheimnisträgerin)

Bathilde, Bathildis (die vorstoßende Kämpferin)

Berlinde (Bär und Zartheit)

Bernalde, Bernolde (Bär und Herrschaft)

Bernfriede, Berngard  (die bärenhafte Beschützerin)

Bernharde, Bernharda, Bernhardine (Bär und Härte)

Bernhild, Bernhilde (die bärenhafte Kriegerin)

Berta, Bertha, Berthe, Berte, Bertine, Bertina (die Glänzende)

Bertfriede (glänzend und friedvoll)

Bertholde, Bertolda, Bertolde (Glanz und Herrschaft)

Bertlinde, Berthild, Berthilde (die glänzende Kämpferin)

Bertraude, Bertrude, Bertraut (Glanz und Kraft)

Bertrun (die berühtme Runenkundige)

Bilhildis (die Beil – Kämpferin)

Blidhilde, Blide (die fröhliche Kämpferin)

Bothilde (die Botin des Kampfes)

Branda, Brenda (Brand; Feuersturm)

Brigitte, Birgit, Britta (die Erhabene)

Bruna (die Erdbraune; die Geschützte)

Brunhilde, Brunhild, Brünhilde (die gepanzerte Kämpferin)

Burghild, Burghilde, Borghild (Burg und Kampf)

Burglinde (Burg und Zartheit)

Burgunde (Festung/Burg und Kampfkraft)

D

Dagmar, Dagmara (die Taghelle)

Dagny (der neue Tag)

Dankrade (die kluge Ratgeberin)

Dankrun (die Geheimnisse wissende Denkerin)

Demut (göttliche Gesinnung)

Diederike (Volk und Herrschaft)

Dietgard (die Beschützerin des Volkes)

Dietgund, Dietgunde (Volk und Kampf)

Diethild, Diethilde (Volk und Kampf)

Dietlind, Dietlinde (Volk und Zartheit)

Dietmunde (Volk und Schutz)

Dietmute (Volk und Geist)

Dietrade (Volk und Ratgeber)

Dietrun, Dietrune (die das Geheimnis des Volkes kennt)

Dietrun (die das Geheimnis des Volkes Wissende)

Disrun (kämpfende Wallküre)

E

Edburga (die ihr Gut Schützende)

Edda (verselbständigte Kurzform von Edburga) 

Edelgard (Die Hüterin des Edlen)

Edeltraud (die mit edler, wehrhafter Gesinnung)

Edigna (die aus edlem Stamm)

Eila (die Leuchtende)

Elfgard (die Elfenumhegte)

Elfriede (Naturgeist, Friede)

Elfrun (die das Geheimnis der Elfen weiß)

Elke (von vornehmer Art)

Elvira (die Erhabene)

Emma, Ermana, Irmin (verselbständigte Kurzform; die Erhabene)

Erika (mächtig, reich und ehrvoll)

Erlgard (schützende Herrin)

F

Fara (die fahrende Herrscherin)

Fehild (die Freude am Kampf hat)

Ferun (die Freude Zaubernde)

Finja (die Finnin)

Folke, Volkhilde (die für ihr Volk Kämpfende)

Frauke (die fröhliche Herrin)

Freyja, Freya, Freija, Freia (Herrin; germanische Göttin der Liebe, Ehe, Fruchtbarkeit und Schönheit - siehe auch Vanadis)

Freydis (Göttin der See und der Meere)

Frieda, Frida, Freda, Friedel, Friedl, Vreda, Fríða (kraftvoll und friedlich; Vollnamen: Elfriede, Friederike, Geofreda)

Friederike, Frigga (die Friedensreiche oder die Friedensfürstin; Kurzform Fritzi)

Friederun, Vrederun (die das Geheimnis des Friedens kennt)

Frija, Frigg, Frea, Friia (heilig und mächtig; Gattin Wodans resp. Odins)


G

Gala (die Sängerin)

Garbine (Friesische Form von Gerborg; die beschützende Speerkämpferin)

Gefion (die Geberin, die Spenderin; Asenjungfrau, Beschützerin sterbender Jungfrauen)

Gelsa (die Frohmutige)

Gepa, Gerpirga (Speer und schützen, bergen)

Gerda, Geltrudis, Gerde, Gerdi, Gerdie, Gerdis (die starke Speerkämpferin)

Gerharde, Gerharda, Garde, Gepke, Gerdina, Gerdken (die harte Speerführende)

Gerlinde, Gerlind, Gerlindis (die Speer- und Schildkämpferin)

Gerlis (Mischform aus ger = „Speer“ und Lise)

Germania (verweiblichung Germaniens; zwar aus dem Lateinischen, aber von den Germanen akzeptiert)

Gerolda, Gerolde (die mit dem Speer herrschende)

Gertrud, Gertrude, Gertraud, Gertraut, Gertraude, Gertrudis, Gerta, Gerti, Geerdina (die welche die Macht über die Speere hat)

Gerwine (die speerführende Freundin)#

Giesela, Gisela (Geisel; Pfeilschaft)

Gisberga, Gisburga, Giselberga, Giselburga (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gisal = „Bürge; Pfand“ oder gisa(l) (germ.) = „Spross“ und burg = „Schutz; Zuflucht“)

Gisberta, Giselberta (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gisal = „Bürge; Pfand“ oder gisa(l) (germanisch) = „Spross“ und beraht = „glänzend“)

Gisela (selbstständige (Kurz)Form von Namen, die mit „Gis-“ bzw. „Gisel-“ beginnen. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gisal = „Bürge; Pfand“ oder gisa(l) (germanisch) = „Spross“)

 
Giselheid (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gisal = „Bürge; Pfand“ oder gisa(l) (germanisch) = „Spross“ und heit = „Art; Wesen“)
 
Giseltraud, Giseltrud, Gistraud, Gistraude, Gistrud (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gisal = „Bürge; Pfand“ oder gisa(l) (germanisch) = „Spross“ und trud = „Kraft; Stärke“)
 
Gislind, Gislinde (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gisal = „Bürge; Pfand“ oder gisa(l) (germ.) = „Spross“ und linta = „Lindenholzschild“ oder lindi = „weich; zart; mild“)
 
Gismara (die berühmte Pfeilkämpferin)
 
Gismunda, Gismunde (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gisal = „Bürge; Pfand“ oder gisa(l) (germ.) = „Spross“ und munt = „Schutz“)
 
Godeberta, Goberta (die glanzhafte Göttliche)
 
Godelewa, Godolewa (weibliche Formen von Gottlieb)
 
Godelief (die von den Göttern Geliebte)
 
Godelinde, Gotelind, Gotelinde, Gotlinde, Gotje (die unter dem Schutz der Götter stehende; die zarte Göttliche)
 
Griselda, Griseldis (die alte, weise Kämpferin)
 
Guda, Gudula, Gutta (Kurzformen von Namen, die mit „Gund-“ beginnen)
 
Gudrun (kämpfende Zauberin)
 
Gunborg (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gund = „Kampf“ und burg = „Schutz; Zuflucht“)
 
Gunbritt (Mischform aus gund = „Kampf“ und Brit(t))
 
Gunda, Gundel, Gundi (Kurzformen von althochdeutschen Namen mit der Silbe “gund”, z.B. Adelgund, Kunigunde. Bedeutung: althochdeutsch gund = „Kampf“)
 
Gundalena (Mischform aus Gunda und Lena)
 
Gundelinde, Guntlinde, Gunlinde (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gund = „Kampf“ und linta = „Lindenholzschild“)

Gundula, Gundela (Varianten von Gunda)
 
Gunhild (die mächtige Kämpferin)

Guntberga (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gund = „Kampf“ und bergan = „bergen; schützen“)
 
Guntberta (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gund = „Kampf“ und beraht = „glänzend“)
 
Gunthild, Gunthilde, Gundhilde (nordisch: Gunilla. Auch: Gunhild, Gunild, Gunnhild. Aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gund = „Kampf“ oder gunnen = „gewähren; gestatten“ und hiltja = „Kampf“)
 
Guntlinde (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gund = „Kampf“ oder gunnen = „gewähren; gestatten“ und linta = „Lindenholzschild“ oder lindi = „weich; zart; mild“)
 
Guntrade, Guntrada (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: gund = „Kampf“ und rat = „Ratgeber“)
 
Guntrun, Gutrune (Varianten von Gudrun

Gustava, Gustave, Guste, Gusti, Gustel (aus dem Altnordischen. Bedeutung: göt = „göttlich“ und staf = „Stab; Stütze“)
 
Güde, Gyde (die friedvolle Göttliche)
 
Gwendolin (die Weise)
 
 
H
 
Hadburga (die streitende Beschützerin)
 
Hadelinde (die Schildkämpferin)
 
Hadmut, Hadmute (die geistvolle Kriegerin)
 
Hadwine (die kampfeslustige Freundin)
 
Hadwinga, Hedda, Heidi (die tüchtige Kämpferin)
 
Hagarun (Schutzbezirk und Geheimnis)

Hallgard (Stein und Schutz)
 
Hartmute (stark und eifrig)
 
Hedwig, Hadwig (die kampfeslustige Streiterin)
 
Heidi (Kurzform von Adelheid)
 
Heidegard (die wilde Beschützerin)
 
Heidewig (die ehrvolle Kriegerin)

Heidrun (die von edler Gestalt ist und die Geheimnisse weiß
 
Heilgard, Helgard (Heil und Schutz)
 
Heike, Henrike (die auf einem mächtigen Hof sitzt)
 
Heimberga, Heimburg, Heimburga (die Beschützerin des Heims)
 
Heimtraud, Heimtrud, Heimtrude (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: heima = „Heim; Behausung“ und trud = „Kraft; Stärke“)
 
Helga, Hella (die das Heil in sich trägt)
 
Helgard, Heilgard (Heil und Schutz)

Helma, Hilma, Hemma (Kurzformen von Namen, die mit „Helm-“ beginnen)

Helmburg (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: helm = „Schutz; Helm“ und burg = „Schutz; Zuflucht“)

Helmgard (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: helm = „Schutz; Helm“ und gard = „Hort; Schutz“)

Helmine, Helmina (Kurzformen von Wilhelmine; siehe auch Mine, Mina, Minchen)

Helmtraud, Helmtrud (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: helm = „Schutz; Helm“ und trud = „Kraft; Stärke“)

Herberta, Harbertje (die Glänzende im Heer)

Herdis (aus dem Altnordischen. Bedeutung: herr = „Heer“ und dis = „Göttin“)

Hergard (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: heri = „Heer“ und gard = „Schutz; Hort“)

Herline, Herlinde, Herlindis (Heer und Schild)

Hermalinde, Hermelinde, Hermelinda (die Beschützerin des Heeres)

Hermanna, Harmanna, Harmke, Hermine (die Heereskriegerin; weibliche Form von Hermann)

Hermengilde, Hermgild (Name des Stammgottes der germanischen Herminonen (Irminonen) und gelt (althochdeutsch) = „Zahlung; Opfer“)

Hermine (Frau des Heeres)

Herrade (Ratgeberin des Heeres)

Herta, Hertha (Anlehnung an die germanische Göttin Nerthus; Mutter Erde und Fruchtbarkeitsgöttin)

Hertrud, Hertrude (die kraftvolle Kriegerin)

Herwiga, Hertwiga (die Kämpferin im Heer)

Herzeleide, Herzeloide (nach Wolfram von Eschenbachs „Parzival“, 13. Jahrhundert)

Hidda (aus dem Althochdeutschen. Ursprünglich Kurzform von Hildiberga. Bedeutung: hiltja = „Kampf“ und bergan = „schützen“)

Hildburg (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: hiltja = „Kampf“ und burg = „Schutz; Zuflucht“)
 
Hilde, Hilda (ursprünglich Kurzformen von Namen, die mit „Hild-“ beginnen oder mit „-hild“ enden. Bedeutung: hiltja = „Kampf“)
 
Hildeberta (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: hiltja = „Kampf“ und beraht = „glänzend“)
 
Hildegard, Hildegart (Kämpferin und Beschützerin)

Hildegund, Hildegunde, Hillegonde (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: hiltja = „Kampf“ und gund = „Kampf“)

Hildemut (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: hiltja = „Kampf“ und muot = „Geist; Sinn; Gemüt“)

Hildrun, Hiltrun (die zauberhafte Kämpferin; die für das Geheimnis des Zaubers Kämpfende)
 
Hilke, Hilde (die Kämpferin)
 
Hiltraud, Hildtrud, Hiltrude, Hildtrud (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: hiltja = „Kampf“ und trud = „Kraft; Stärke“)
 
Hinderika, Hindrika, Hinka, Hinrika (friesische Formen von Henrike)

Hjördis (Göttin des Schwertes)

Holda, Holle (Varianten von Hulda)

Holdine (Weiterbildung von Holda)

Holma (aus dem Nordischen. Bedeutung: holmr (altisländisch) = „Insel(bewohner)“)

Huberta, Hubertina, Hubertine (weibliche Formen von Hubert)
 
Hulda (der weibliche Geist)
 
Humberta (aus dem Althochdeutschen. Bedeutung: hun = „braun; dunkel“ und beraht = „glänzend“)
 
 


Heil Dir, Freyja

Stolz und Anmut, Deine ständigen Begleiter

Mein Herz sollst du als Pfand haben

Doch bitte ich Dich sei mir gnädig

Helfe mir mein großes Glück zu finden

Manch Opfer will ich dafür bringen

Taten will ich tun

um Dich gnädig zu stimmen

Blut will ich schwitzen

um Dich gnädig zu stimmen

gar das Schwert will ich führen

um Dich gnädig zu stimmen

Helfe, meine Seele mit Licht zu füllen

Heil dir, Freyja


Germania an ihre Kinder
Eine Ode

Die des Maines Regionen,
Die der Elbe heitre Aun,
Die der Donau Strand bewohnen,
Die das Odertal bebaun,
Aus des Rheines Laubensitzen,
Von dem duftgen Mittelmeer,
Von der Riesenberge Spitzen,
Von der Ost und Nordsee her!

Horchet! - Durch die Nacht, ihr Brüder,
Welch ein Donnerruf hernieder?
Stehst du auf, Germania?
Ist der Tag der Rache da?

Deutsche, mutger Völkerreigen,
Meine Söhne, die, geküßt,
In den Schoß mir kletternd steigen,
Die mein Mutterarm umschließt,
Meines Busens Schutz und Schirmer,
Unbesiegtes Marsenblut,
Enkel der Kohortenstürmer,
Römerüberwinderbrut!

Zu den Waffen! Zu den Waffen!
Was die Hände blindlings raffen!
Mit der Keule, mit dem Stab,
Strömt ins Tal der Schlacht hinab!

Wie der Schnee aus Felsenrissen:
Wie, auf ewger Alpen Höhn,
Unter Frühlings heißen Küssen,
Siedend auf die Gletscher gehn:
Katarakten stürzen nieder,
Wald und Fels folgt ihrer Bahn,
Das Gebirg hallt donnernd wider,
Fluren sind ein Ozean!

So verlaßt, voran der Kaiser,
Eure Hütten, eure Häuser;
Schäumt, ein uferloses Meer,
Über diese Franken her!

Alle Plätze, Trift' und Stätten,
Färbt mit ihren Knochen weiß;
Welchen Rab und Fuchs verschmähten,
Gebet ihn den Fischen preis;
Dämmt den Rhein mit ihren Leichen;
Laßt, gestäuft von ihrem Bein,
Schäumend um die Pfalz ihn weichen,
Und ihn dann die Grenze sein!

Eine Lustjagd, wie wenn Schützen
Auf die Spur dem Wolfe sitzen!
Schlagt ihn tot! Das Weltgericht
Fragt euch nach den Gründen nicht!

Nicht die Flur ists, die zertreten,
Unter ihren Rossen sinkt,
Nicht der Mond, der, in den Städten,
Aus den öden Fenstern blinkt,
Nicht das Weib, das, mit Gewimmer,
Ihrem Todeskuß erliegt,
Und zum Lohn, beim Morgenschimmer,
Auf den Schutt der Vorstadt fliegt!

Euren Schlachtraub laßt euch schenken!
Wenige, die sein gedenken.
Höhrem, als der Erde Gut,
Schwillt die Seele, flammt das Blut!

Gott und seine Stellvertreter,
Und dein Nam, o Vaterland,
Freiheit, Stolz der bessern Väter,
Sprache, du, dein Zauberband,
Wissenschaft, du himmelferne,
Die dem deutschen Genius winkt,
Und der Pfad ins Reich der Sterne,
Welchen still sein Fittich schwingt!

Eine Pyramide bauen
Laßt uns, in des Himmels Auen,
Krönen mit dem Gipfelstein:
Oder unser Grabmal sein!

Heinrich von Kleist

Make a free website with Yola